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30 May 2020
ecommerce newsletter 05/2020
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Liebe Kollegin, lieber Kollege,
weiterhin beschäftigt sich die digitale und analoge Welt mit dem Corona-Virus. Auch der E-Commerce verändert sich durch das Virus. Facebook-Chef Mark Zuckerberg kündigte an, dass Händler nun auf Instagram und Facebook einen Shop eröffnen können und über die dort bereit gestellte Plattform Verkäufe abwickeln können. “Kostenlos” ist das Angebot für die Händler, um “kleinen Händlern eine Hilfe in Corona-Zeiten zu bieten”. Das neue Stichwort hierfür lautet Social Commerce und schwappt bereits nach Europa und Deutschland. Facebook verfolgt natürlich eigene Unternehmensziele damit und zielt auf zusätzliche Werbeeinnahmen und vermutlich auch auf zusätzliche Daten ab [handelsblatt.com]
Auch die Corona-App ist weiter Thema: Das europäische Rennen (gemeint ist das Rennen zwischen einzelnen Nationalstaaten, keine gemeinsame europäische Lösung) um eine Corona-App wird offensichtlich Frankreich gewinnen, das für die erste Juniwoche den Start der eigenen App “StopCovid” angekündigt hat. Aus technischer und datenschutzrechtlicher Sicht wird das spannend: Frankreich verzichtet auf die Schnittstellen von Google und Apple und setzt auf eine zentrale Datenspeicherung [faz.net]. Die Süddeutsche berichtet, dass Australien und Island ein ernüchterndes Fazit zum bisherigen Einsatz und Nutzen der jeweiligen Corona-Apps ziehen [sueddeutsche.de]. Es kann also durchaus sein, dass der Nutzen einer solchen App überschätzt wird.
Ich wünsche wünsche Ihnen erholsame Pfingsfeiertage!
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Herzliche Grüße, Ihr Martin Kolb
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Bild: depositphoto.com
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Nützliches für den Unterricht
Nach wie vor bleiben Home-Office und “Unterricht von zuhause” ein Thema - daneben aber auch ein paar Tipps, für den regulären Präsenzunterricht:
- Agile Methoden praktisch im Unterricht umzusetzen ist eine der Herausforderungen im dritten Ausbildungsjahr der Kaufleute für E-Commerce. Dabei kann die Plattform trello.com ein gutes Werkzeug sein. Kurz gesagt ist es ein digitales Kanban-Board mit vielen Zusatzfunktionen. Vielen Dank an Tina Allin für den Tipp!
- smashingmagazine.com - EN macht sich im Artikel “How To Convince Others Not To Use Dark Patterns” dafür stark, dass dubiose, manipulierende Praktiken im Online-Marketing, nicht nur unethisch sonder auch geschäftsschädigend für das eigene Unternehmen sind. Der Autor geht dabei besonders auf die Bedeutung von Kunden-Feedback ein.
- In der März-Ausgabe dieses Newsletters habe ich auf das kostenlos erhältliche (kostenlose) E-Book “Take Control of Working from Home Temporarily” von Glenn Fleishman, hingewiesen. Dieses E-Book wurde im Mai aktualisiert und ist weiterhin kostenlos bei takecontrolbooks.com erhältlich.
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Blick ins Netz
- Der BGH hat in seinem lange erwarteten Cookie-Urteil spezifiziert, welche Cookies der Zustimmung des Nutzers bedürfen. Kern des Urteils “der deutsche Sonderweg des Opt-out ist nunmehr beendet” - dies dürfte insbesondere der Online-Marketing-Branche Kopfzerbrechen bereiten handelsblatt.com
- Am 5. Mai war Tag der Inklusion - der Channel [Mission Unstoppable - EN mit deutschen Untertiteln] berichtet darüber, wie Technik helfen kann, Inklusion zu fördern. In diesem Video am Beispiel einer blinden Software-Entwicklerin bei Apple, die sich im Bereich der Bildung engagiert
- Facebook kauft Giphy - Giphy ist die Plattform, die für zahlreiche Kommunikationsdienste (wie z.B. WhatsApp, Slack, usw.) die bewegten GIF-Bilder bereitstellt - was Facebook damit anfangen will beleuchtet [sueddeutsche.de] (ja, vermutlich geht es mal wieder um Daten!)
- Twitter hat mehrere Probleme an der Backe: zum einen stellte eine Studie der Carnegie Mellon University fest, dass mehr als die Hälfte der Twitter-Accounts, die eine Aufhebung des Lockdowns fordern, wahrscheinlich Fake-Profile bzw. sogenannte Twitter-Bots sind [technologyreview.com - EN]. Twitter entschloss sich, den Kampf gegen Falschinformationen auf der eigenen Plattform aufzunehmen - und korrigierte dann konsequent auch Kurznachrichten von US-Präsident Trump, der sich erzürnt zeigte, wie heise.de berichtet
- Das Geschäftsgebahren und der Umgang mit den eigenen Mitarbeitern bei Amazon ist und bleibt umstritten. In den USA sorgte der IT-Ingenieur Tim Bray für Wirbel, weil er wegen Amazons Umgang mit Whistleblowern den gut bezahlten Job dort hinschmiss. Auch in Franken, wo Amazon momentan vermehrt Logistik-Standorte aufbaut, ist der Konzern nicht unumstritten, etwa in Allersberg [nordbayern.de] oder in Pommersfelden [nordbayern.de].
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Fortbildungstermine
Aufgrund der Corona-Pandemie finden momentan bayernweit keine Fortbildungstermine statt. Vielleicht bietet es sich aber für Sie an, einen Online-Kurs bei der ALP Dillingen zu absolvieren.
- Die Google-Zukunftswerkstatt, die seit 2017 deutschlandweit kostenlose Bildungsveranstaltungen im Bereich Online-Marketing organisiert, bietet ihre Schülervorträge nun auch digital an. In einem Webinar können Schüler*innen und Studierende Präsentationen über fünf verschiedene Themen besuchen und Fragen live mit dem Trainer klären. Im Nachgang bietet die Google-Zukunftswerkstatt den Lehrenden Material für die Anwendung im Unterricht an. Außerdem kann sich jeder Schüler selbst auf der Website der Zukunftswerkstatt (www.zukunftswerkstatt.de) über Online-Marketing weiterbilden und am Ende ein offizielles Zertifikat erhalten. Hier können Sie eine solche Veranstaltung kostenlos zu buchen oder schreiben Sie eine Mail an: zukunftswerkstatt@equeo.de
- Das Institut ibi research bietet weiterhin kostenlose Webinare an, die hier gebucht werden können: ibi.de
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Das Ende der Kreidezeit
Dank Corona gibt es nun die ersten Taufen per Wasserpistole: kottke.org - EN - sieht auf jeden Fall nach einer spaßigen Angelegenheit aus!
Der Musiktip des Monats: Dan Dubuque covert Rage against the Machine auf seiner Slide-Gitarre [youtube.com]
Wenn Sie selbst Musik machen möchten, aber kein Instrument spielen können, dann ist facethemusic.io genau richtig: hier können Sie mit Ihrem Gesichtsausdruck und künstlicher Intelligenz Musik machen!
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