|
25 July 2024
ecommerce newsletter 07/2024
|
|||
|
Liebe Kolleginnen und Kollegen, “in ein paar Jahren wird es keine Programmierer mehr geben - das übernimmt alles KI” - mit dieser Aussage eines Referenten bei einer Fortbildungsveranstaltung konfrontierte mich vor Kurzem ein Kollege und brachte mich damit ins Grübeln. In der Tat erscheint das ein realistisches Szenario zu sein. Programm-Code ist im Internet in Hülle und Fülle verfügbar, zum Beispiel bei den großen Plattformen github.com oder gitlab.com und kann somit gut zum Trainieren von KIs verwendet werden. Code an sich ist eine Maschinensprache und somit liegt der Schluss nahe, dass er auch gut von Maschinen erzeugt werden kann. Steht somit die große Revolution in der Software-Entwicklung bevor? Kann zukünftig jeder programmieren oder wird zumindest die Produktivität von Programmierern deutlich gesteigert? Zu einem sehr differenziertem Ergebnis kommt die Zeitschrift iX in ihrer Juli-Ausgabe. Eine der Kernaussagen: “Dass die KI einen Entwickler komplett ersetzt, ist auf absehbare Zeit nicht zu erwarten.” Die Interaktionen eines menschlichen Entwicklers mit Kunden und anderen Stakeholdern werden als (momentan) zu komplex eingestuft. Daneben stellt sich generell die Frage, wann Unternehmen bereit sein werden, den eigenen Programmcode vollständig in die Hand einer KI zu legen. Wer beurteilt dann zum Beispiel die Qualität der Software oder überprüft sicherheitsrelevante Aspekte? Für menschliche Entwickler könnte der KI-generierte Code schnell zu unverständlich sein. Auch Programmierassistenten - basierend auf GitHub Copilot, ChatGPT oder Llama 3 - hat iX auf den Zahn gefühlt. Auf der einen Seite können diese Assistenten erfahrenen Programmierern helfen, Routineaufgaben zu erledigen. Bei weniger Erfahrung läuft man aber schnell Gefahr Code zu erzeugen, der auf den ersten Blick zwar funktioniert, aber inhärent Fehler und Sicherheitslücken aufweist. Außerdem legen die Modell den Schwerpunkt darauf, neuen Code zu erzeugen. Die Überarbeitung, Verbesserung und das Löschen von überflüssigem Code (in der Fachsprache als Refactoring bezeichnet) wird von den LLMs momentan nur wenig sinnvoll unterstützt. Gutes Potential wird den Modellen aber im Bereich der Zusammenfassung von Code bescheinigt, also bestehenden Code für Menschen verständlich zu machen. Insgesamt tut es gut, dass der KI-Hype etwas kritischer und realistischer betrachtet wird - nicht nur im Hinblick auf den Bereich der Softwareentwicklung. Ein paar weitere interessante Links dazu finden Sie weiter unten. Ich wünsche Ihnen eine erholsame Sommerpause! |
|||
|
|||
Bild: Martin Kolb |
|||
|
Materialien für den Unterricht
|
|||
|
|||
|
Blick ins Netz
|
|||
Bild: Martin Kolb |
|||
|
KI im Fokus
|
|||
|
|||
|
Das Ende der Kreidezeit
|
|||
|
|||
|
Newsletter online abonnieren
Ein wichtiger Hinweis in eigener Sache: Der E-Commerce-Newsletter kann direkt über die Webseite https://newsletter.fitforecommerce.eu abonniert oder abbestellt werden. Dort finden Sie auch alte Ausgaben des Newsletters. Empfehlen Sie den Newsletter doch weiter an Ihre KollegInnen! |
|||
| Built with Pascal Template from Email Love |